Noch rund einen Monat läuft die Ausschreibung für den Bundeswettbewerb „Fahrradfreundlichster Arbeitgeber gesucht.“ Darauf weist das Projekt „FahrRad in Aachen“ im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen hin. „Wir haben in Aachen parallel dazu einen eigenen Regionalwettbewerb auf die Beine gestellt - ähnlich wie in den Städten Köln, Dortmund, Bonn und Darmstadt“, erläutert Projektleiterin Dr. Stephanie Küpper. Die Jury, die mit Vertretern der Stadt, der Industrie- und Handelskammer, Fahrradhändlern und dem Allgemeinem Deutschen Fahrradclub besetzt ist, wird eigene Preise vergeben.
Bewerben können sich Unternehmen, Behörden und Institutionen mit mehr als zehn Beschäftigten noch bis 31. August. Auf der Webseite
www.fahrrad-fit.de steht ein Fragebogen zum Download bereit, in dem Angaben gemacht werden müssen zu den Themen Umkleide- und Duschmöglichkeiten für Arbeitnehmer, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, zu Stellplätzen und Dienstfahrrädern. „Die Aachener können also zweimal gewinnen - sowohl beim Bundeswettbewerb als auch bei der Regionalausscheidung“, erklärt Küpper. Denn sie haben die Chance, beim Bundeswettbewerb Fahrräder, Fahrradständer, Anhänger und Gutscheine zu bekommen, bei der Aachener Ausschreibung winken zusätzlich 6.000 Euro für den fahrradfreundlichsten Betrieb, ein Pedelec (Elektro-Bike) für den Zweitplatzierten, 30 Fahrradcheckgutscheine sowie eine vom ADFC organisierte Radtour als Betriebsausflug.
„Die Stadt Aachen möchte die Menschen dazu motivieren, das Fahrrad nicht nur in der Freizeit, sondern auch als Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit zu nutzen“, erklärt Küpper. Aufgrund von Überschreitungen der EU-Messwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid ist seit Anfang 2009 in Aachen ein Luftreinhalteplan in Kraft, der verschiedene Maßnahmen enthält, um die Luftqualität zu verbessern. Die Förderung des Radverkehrs ist darin auch vorgesehen.
Die Aktivitäten zum Thema Fahrradfahren in Aachen sind vielfältig: Auf dem Grabenring, später auch auf dem Alleenring, werden Fahrrad-Schutzstreifen angelegt, ein Fahrrad-Routenplan ist gerade erschienen, im Rahmen des Aachener Fahrradsommers werden geführte Touren veranstaltet, in den Grundschulen starten Radfahrprojekte, Elternhaltestellen werden eingerichtet, um Kinder Teile des Schulwegs zu Fuß zurücklegen zu lassen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Organisiert wird der Wettbewerb durch den "Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V." (B.A.U.M.), unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Weitere Informationen
www.fahrrad-fit.de
www.aachen.de/fahrrad
(Quelle: Presseamt der Stadt Aachen)