Nach Informationen des Mediendienstleisters Kress prüfen die Gesellschafter des Zeitungsverlages Aachen aktuell einen Verkauf des Unternehmens. Im Zeitungsverlag Aachen erscheinen derzeit die beiden Tageszeitung Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung sowie die Wochenzeitungen Super Sonntag und Super Mittwoch.
Konkret gehe es um die Mehrheit von 75,5% am Verlag, die der Aachener Verlagsgesellschaft gehören. Die Gesellschaft sei in der Hand der vier Gründerfamilien des Medienunternehmens. Die restlichen 24,5% gehören dem Verlag der "Rheinischen Post". "Die Düsseldorfer verfügen offenbar über ein Vorkaufsrecht an den Anteilen der Familienstämme", so Kress. Auch andere Optionen würden durchgespielt: Neben einem Totalverkauf käme wohl auch der Einstieg eines Partners in die Aachener Verlagsgesellschaft in Frage.
Der Verlag wolle offenbar aus strategischen Gründen Teil einer größeren Verlagseinheit werden, um für die vermutlich schwierigen wirtschaftlichen Zeiten in der Zeitungsbranche gerüstet zu sein. Demnach haben die Düsseldorfer den Aachenern bereits im vergangenen Jahr eine Verlagsbeteiligung in den Niederlanden abgekauft. Mit einer schnellen Entscheidung sei dennoch nicht zu rechnen, man befinde sich in einem frühen Stadium der Überlegungen, zitiert Kress den Aachener Verlag.