Bayer ist Geschäftsführer der GründerRegion Aachen und bei der IHK Aachen Geschäftsführer für Industrie, Technologie und Umweltschutz. Als solcher kennt er alle Anlaufstellen, Netzwerke und Kreditgeber für angehende Gründer. Er sagt: "Ein gutes Konzept findet immer einen Weg."
Die typische Existenzgründung entwickelt sich in drei Schritten: Zunächst gilt es, sich umfassend zu informieren. Bei der GründerRegion gibt es neben Gründerveranstaltungen auch genügend Infomaterial, etwa das GründerBuch oder die kostenlose Zeitung "Gründer". Es folgt das Basisseminar "Existenzia", bei dem grundlegende Fragen zur eigenen Geschäftsidee geklärt und erste Schritte zum konkreten Geschäftsplan unternommen werden. Abschließend sollte eine individuelle Intensivberatung erfolgen, bei der der angehende Jungchef unter die Lupe genommen wird: Wo liegen seine Stärken, was sind seine Schwächen? Ein persönliches und aufgabenbezogenens Profil des Gründers ist essentiell; oft zeichnet sich schon zu diesem Zeitpunkt ab, dass die Zusammenarbeit mit einem Partner in Erwägung gezogen werden sollte.
Aufbauend auf einer solchen intensiven Vorbereitung steht einer Gründung nichts mehr im Wege. "Es ist wichtig, einen starken Partner zu haben, der einen bei diesem schwierigen Prozess begleitet", betonte Bayer. Er wies außerdem auf Wettbewerbe hin: Der regionale Wettbewerb AC2 etwa kürt jedes Jahr das beste Gründerkonzept. Dabei profitieren die Teilnehmer von einem begleitenden Mentoring, vom Zugang zu Expertenwissen und erhalten Unterstützung bei der Erstellung eines Geschäftsplans. Die besten Konzepte von AC2 werden außerdem eingereicht für den überregionalen Starter Award in der Euregio Maas-Rhein.
Die Info-Veranstaltung richtete sich vorrangig an gründungsinteressierte Studierende aus dem Technologiebereich. Bayer hob die Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen im Technologiesektor für die Region Aachen hervor: "Technologieorientierte Gründungen sind für unsere Region besonders wichtig. Seit es die Nadel-, Kohle- und Tuchindustrie nicht mehr gibt, konnte damit ein erfolgreicher Strukturwandel gestaltet werden. Dies geschieht bis heute in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Aachen und mit dem Forschungszentrum Jülich." Rund die Hälfte der Gründer von technologieorientierten Unternehmen stammen aus den Aachener Hochschulen.
Nach erfolgreicher Gründung heißt die Parole: Wachstum. Auch hier lässt die Wirtschaftsförderung ihre Schützlinge nicht allein. Mit der Gründerförderung "AixHighTing" werden neugegründete Unternehmen drei Jahre lang von Beiräten begleitet, die das Unternehmen mit Beratung und Kontakten effektiv unterstützt.
Abschließend informierte Monika Oswald die Studierenden über das Programm "TRACE", das als zwölfmonatige Zusatzqualifikation und als Vorbereitung auf eine unternehmerische Karriere konzipiert ist. Praktische Erfahrungen in Unternehmen, wertvolle Kontakte und die Entwicklung eigener Geschäftsideen stehen dabei im Vordergrund.
Mit dem "Studium Generale" lädt Dr. Antonia Csiba vom Career Service der FH Aachen einmal monatlich zu spannenden interdisziplinären Vorträgen. Die Termine finden Sie jeweils im Kalender auf der Homepage der FH-Aachen.
Weitere Informationen für Gründer:
www.gruenderregion.de
www.win.rwth-aachen.de/trace-gruenderprogramm/
Hier können Sie den Vortrag noch einmal anschauen:
Podcast
Quelle: FH Aachen