Wie Landrat Günter Rosenke aus gut informierten Kreisen in Berlin erfahren hat, ist letzte Woche die Entscheidung, die Bundeswehrdepots zu privatisieren, durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für ein Jahr aufgeschoben worden.
Zugleich wurden die Mittel zur Privatisierung der Depotlogistik mit einer Sperre versehen und das Verteidigungsministerium aufgefordert, flächendeckend und einheitlich das optimierte Eigenmodell für Logistik (OEM) einzuführen. Im Rahmen dieses Modells bleibt das Materialdepot in Mechernich als Teil der Streitkräftebasis erhalten und nimmt als eines von 6 Distributionszentren in der Bundesrepublik sogar eine besondere Funktion ein.
"Es freut mich, dass - auch aufgrund meiner Bemühungen - nun das Depot in Mechernich die Gelegenheit hat, seine Wettbewerbsfähigkeit und Effektivität unter Beweis zu stellen", nahm Landrat Günter Rosenke diese Nachricht mit Freude entgegen. Da das optimierte Modell zukünftig als Vergleichsmaßstab für eine künftige Privatisierung dient, hat das Materialdepot in Mechernich die realistische Chance, Privatisierungsüberlegungen aus eigener Kraft zu stoppen.
"Für Menschen der Stadt Mechernich sowie Ihren Bürgermeister freut mich diese Entscheidung ganz besonders", konstatierte Landrat Rosenke. "Die Angestellten der Einrichtung haben nun erst einmal Zeit, tief Luft zu holen, bevor Sie ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen." so der
Landrat weiter.
Von Seiten der Belegschaft des Depots war zu jeder Zeit ein solcher Nachweis für realistisch gehalten worden.