Wegen Entziehung elektrischer Energie und schwerer Brandstiftung ermittelt die Polizei gegen einen 52-jährigen Mann aus dem Aachener Lindenweg.
Obwohl der Mann nicht zu Hause war, hatte sein Verhalten für ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Stadtwerke (Stawag) gesorgt.
Einem Mitbewohner des Hauses war nämlich aufgefallen, dass sein Stromzähler im Keller förmlich Karussell fuhr. Und das, obwohl nur ein Stromabnehmer in seiner Wohnung angeschlossen war. Er rief die Stawag. Die Männer stellten fest, dass direkt am Zähler Strom abgezapft wurde. Das Kabel führte in die Wohnung des 52-Jährigen, dem man bereits vor Monaten wegen mangelnder Zahlungsmoral den Saft abgedreht hatte.
Durch ein Fenster konnte man schon von außen erkennen, dass es in der Wohnung offenbar gebrannt hatte. Einige Wände waren rußgeschwärzt. Der Schlüsseldienst musste ran, da offenbar niemand zu Hause war.
Polizei und Rettungskräften bot sich ein schauriges Bild. Die Wohnung war mit Müll übersät und völlig unterwohnt. Mehrere Brandherde vergangener Tage und Wochen wurden entdeckt dazu die erschreckende Erkenntnis, dass offenbar mit einer Propangasflasche in der Woh-nung ein transportabler Gasofen betrieben wurde.
Neben Fixerbesteck, das auf Rauschgiftkonsum schließen ließ, fand sich auch Kinderspielzeug. Folglich ist davon auszugehen, dass sich gelegentlich Kinder in der Wohnung aufhalten.
Der abgezapfte Strom wurde abgeklemmt, die Gasflasche sichergestellt. Die Wohnung wurde durch den Schlüsseldienst verschlossen, die Schlüssel bei der Polizei hinterlegt.
Es ist davon auszugehen, dass sich der 52-jährige Bewohner in einem instabilen geistigen Zustand befindet und er nicht in der Lage zu sein scheint, Gefahren für sich oder andere Mitbewohner zu erkennen.
Die Polizei hat die zuständigen Stellen informiert.