Mehr als 20 europäische Städtevertreter haben sich Ende Januar in Aachen getroffen, um über Finanzierungsinstrumente für kleine und mittelständische Unternehmen zu beraten.
Im Rahmen des EU-Projekts „„FIN-URB-ACT“ ging es dabei vor allem um die Beratungsstrukturen, die in den einzelnen Kommunen zur Verfügung stehen.
Dass es in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise stärker denn je darauf ankommt, ein reibungsloses Ineinandergreifen der verschiedenen Ansprechpartner in diesem Bereich zu gewährleisten, darüber waren sich die Vertreter aus Städten wie Aachen, Rom, Leipzig, Reims, Edinburgh oder Gliwice weitgehend einig. Unter den 80 Teilnehmern der Veranstaltung waren auch Repräsentanten der EU-Kommission, des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW, der IHK Aachen und der AGIT mbH.
Intensive Zusammenarbeit fördern
In den nächsten zweieinhalb Jahren möchte das Projekt FIN-URB-ACT eine intensive Zusammenarbeit zwischen diesen verschiedenen Ebenen weiter fördern. Neben einem Erfahrungsaustausch von Good-Practice Beispielen der Zusammenarbeit, wie etwa die Gründerregion Aachen, sollen auch konkrete Förderaktivitäten auf der Ebene der insgesamt elf städtischen Wirtschaftsförderungen und dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung durchgeführt werden. Diese Förderaktivitäten reichen von Programmen mit „klassischen“ Förderkrediten und Mikro-Darlehen bis hin zu nicht-finanziellen Unterstützungsinstrumenten wie etwa einer individuellen Businessplan-Beratung oder dem Aufbau von Technologie- und Gründerzentren.
Vor diesem Hintergrund fand neben Workshops zu Fragen zum Zugang innovativer Unternehmen zu EU-Fördermitteln auch eine Besichtigung des Technologiezentrums am Europaplatz statt, bei dem die regionale Wirtschaftsförderungsagentur AGIT mbH ihr Angebot für Technologie-orientierte Unternehmen vorstellte. Abgerundet wurde das Programm durch das Praxisbeispiel der IT-Firma RedTeam Pentesting GmbH, die mit Unterstützung der RWTH und der AGIT zum weltweit führenden Spezialanbieter von Testmethoden der Sicherheit von IT-Systemen geworden sind.
Das nächste Treffen führt die Vertreter der teilnehmenden Städte Anfang Mai in die portugiesische Stadt Aveiro.