Die Frischlinge im Wildgehege Hellenthal haben eine neue Beschäftigung. Ein so genannter Frischlingsrechen lässt den kleinen Frischlingen freien Durchlauf zu den großen und kleinen Besuchern.
Diese Kontaktmöglichkeit zu den Frischlingen ist im weiten Umkreis einmalig. Rund 30 Frischlinge wuseln zurzeit im Wildschweingatter herum. Da gibt es immer etwas zu entdecken. Doch was macht ein kleines Wildschwein, wenn die Spielkameraden gerade schlafen oder anderweitig beschäftigt sind? Es schaut mal nach den menschlichen Besuchern nebenan.
Über einen Einstieg kann der kleine und große Besucher zu den Frischlingen gelangen und mit ihnen spielen, sie füttern und inmitten einer Schweineschar sitzen. Das finden Tier und Mensch gleichermaßen "saugut". Die großen Wildschweine müssen draußen bleiben. So gibt’s den Spaß und das Futter nur für die Frischlinge.
Das Ziel des Wildgeheges ist es, dem Besucher die Natur hautnah erleben zu lassen und Natur im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Wie fühlt sich so ein Frischling an, und nach was riechen sie? Was machen sie den ganzen Tag und wer gehört zu wem? Bei der täglichen Fütterung um 12.00 Uhr kann man solche und andere Fragen beantwortet bekommen und noch mehr Wissenswertes und Kurioses aus dem alltäglichen Schweineleben erfahren. Zugang zu den Frischlingen hat der Besucher den ganzen Tag. Futter gibt’s direkt nebenan aus dem Automaten. Da ist der Schweinespaß vorprogrammiert.
Hanni und Nanni bleiben zutraulich Im vergangenen Frühjahr wurde in der Nähe von Gerolstein ein Rehkitz von einem Hund zu seinem Herrchen apportiert. Vollkommen unverletzt aber mit dem Geruch des Hundes behaftet, war es nicht mehr für die Mutter als das eigene Kitz zu erkennen. Es wäre in der freien Wildbahn verhungert oder Opfer von Raubtieren geworden. Eine Tierärztin hat es zu sich genommen und die ersten Tage versorgt. Kurze Zeit später wurde ein zweites Rehkitz gefunden und zu der Tierfreundin gebracht, die auch dieses Tier aufnahm. Ein lieber Tierfreund mit einem großen Bauernhof hat die beiden dann großgezogen, weiterhin unterstützt von der Tierärztin. Die beiden Rehmädchen "Hanni und Nanni" entwickelten sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut und sind im Laufe der Zeit zu zwei stattlichen Ricken herangewachsen. Rehwild aufzuziehen und zu halten ist sehr aufwändig und kompliziert; es gelingt nicht häufig. Oft gedeihen die Tiere in den ersten Monaten gut und versterben dann plötzlich an einer bakteriellen Infektion. Wenn die Rehkitze nicht genügend lange Muttermilch bekommen, sind sie für Krankheiten sehr anfällig und schaffen den Alltag nicht.
Um den beiden ein artgerechtes Zuhause zu bieten, hat das Wildgehege Hellenthal sich bereit erklärt die beiden aufzunehmen. Eigens für Hanni und Nanni wurde ein neues Gehege an einer besonders geeigneten Stelle gebaut. Dort haben sie jederzeit freien Zugang zu ihren Lieblingsspeisen "Brombeere" und "frischen Knospen". An den extra für sie geschaffenen Liegeplätzen genießen sie die Sonne und beobachten die Besucher. Durch die Handaufzucht sind sie besonders zutraulich.
Gerade als die beiden Rehdamen eingezogen waren, wurde uns "Titus" gebracht, ebenfalls ein Findelkind. Er ist der Herr im Rehwildgatter und der zukünftige Vater des zu erwartenden Nachwuchses im nächsten Jahr.
Eine Aussichtskanzel bietet einen guten Einblick in das Gatter von Hanni, Nanni und Co. So kann der Besucher das tägliche Leben der Rehfamilie hautnah verfolgen.
Täglich neue Bilder aus dem Wildgehege Hellenthal gibt es unter www.wildtiere-live.de.