Die Stadt Euskirchen ist Mitglied des neu gegründeten Vereins „Freundeskreis Römerkanal e.V.“, der sich zur Aufgabe gemacht hat, das besondere Wissen über das historische Großbauwerk der Römerzeit zu erhalten.
Der Verein will die Bedeutung dieses Technikdenkmals für das ganze Rheinland in das Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise bringen. In diesem Sinne setzt sich der Verein z.B. für die Verbreitung der Kenntnisse vom Römerkanal, die Vermittlung der technischen Grundlagen beim Bau von Aquädukten, die Förderung der wissenschaftlichen Erforschung des Römerkanals, den Nachweis der kulturellen und zivilisatorischen Ausstrahlung in der Region und auch die Erhaltung von Resten des Römerkanals ein.
Eines der bedeutendsten technischen Baudenkmäler Europas, die römische Wasserleitung, durchzieht auch das Gebiet der Stadt Euskirchen: Von Kreuzweingarten bis Palmersheim sind mannshohe Aufschlüsse zu sehen und unterirdisch befinden sich in weiten Bereichen die Fundamente und Bauteile. Die Wasserleitung, die einst von der Eifel bis nach Köln führte, ist im Ganzen mit 95,4 km eine der längsten, die je von den Römern gebaut worden ist. Sie versorgte die Stadt Köln mit frischem Trinkwasser aus der Eifel. Im Mittelalter wurde das Baumaterial des Römerkanals ein weiteres Mal verwendet und die Kalkablagerungen, die sich in der Kanalrinne gebildet hatten, wurden als „Aquädukt-Marmor" zu Säulen, Altarplatten oder Grababdeckungen im Stil der Zeit verarbeitet. Heute noch, nach fast zweitausend Jahren, sind in unserer Region vom Römerkanal beachtliche Überreste erhalten, die das großartige technische Wissen und die bauliche Umsetzung im Gelände durch die römischen Ingenieure präsentieren.
Weitere Informationen sind unter www.freundeskreis-roemerkanal.de zu finden Sie. Bei Rückfragen steht auch Frau Dipl. Ing. Relles, Untere Denkmalbehörde der Stadt Euskirchen, unter Tel. 02251-14-442 gerne zur Verfügung.