Dass Aachen in römischer Zeit nicht nur eine Badestätte, sondern eine Stadt von veritabler Größe war, haben die Ausgrabungen im Elisengarten schon unter Beweis gestellt.
Nun wurden weitere Belege für diese These gefunden. An den Baustellen in der Ursulinerstraße und am Münsterplatz wurden Reste römischer Bauwerke entdeckt.
In der Nähe der Mayerschen Buchhandlung fanden Archäologen Teile eines römischen Estrichs. Ähnliche Spuren gab es auch am Münsterplatz. Dort wurden in vier Metern Tiefe römisches Mauerwerk, Fußböden und ein Kanal offen gelegt. Darüber hinaus kamen zahlreiche Skelette zum Vorschein, die aus einem Friedhof stammen, der dort vermutlich vom Mittelalter bis ins 17. oder 18. Jahrhundert existierte.
An der Ursulinerstraße erneuert die STAWAG derzeit die Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Kanäle stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts. Auch zu der damaligen Zeit wurden die Baumaßnahmen bereits archäologisch begleitet und dokumentiert. Die Ursulinerstraße wird anschließend zu einer Fußgängerzone umgebaut.