Nach der offiziellen Begrüßung wurden die Teilnehmer in vier Gruppen unterteilt und kamen in den Genuss exklusiver Führungen durch die interessantesten Institute des Forschungszentrums. So wurden wechselweise das Institut für Festkörperforschung, das Institut für Energieforschung (Brennstoffzellen), das Zentralinstitut für Bio- und Nanosysteme und das Zentralinstitut für Elektronik besucht. "Das, was hier den Besuchern seitens des Forschungszentrums geboten wurde, war Wissenschaft vom Allerfeinsten und zum Anfassen", fasste Frank Niessen, Bundesrepräsentant der BVMU, den hochinteressanten und außergewöhnlichen Rundgang durch die Wissenschaftsstätten zusammen.
Nach den interessanten und spannenden Führungen lockerte Mutmacher KOSCHI, alias Frank Koschnitzke, die Teilnehmer mit einem kurzweiligen Vortrag aus seinem Programm ”Mach es EINFACH und dann MACH ES einfach” auf. (
www.koschi.de)
Der Nachmittag des ereignisreichen Tages im Forschungszentrum Jülich war geprägt durch mit Spannung erwartete Vorträge, die vor allem das große Feld der Informationstechnologie fokussierten. Eröffnet wurde die Vortragsreihe durch Detlev Artelt, Geschäftsführer des Aachener Unternehmens Aixvox GmbH. Der ausgewiesene Experte für den Bereich Unified Communications erläuterte kurzweilig das Ziel dieser Disziplin, nämlich die einfache, flexible und mobile Kommunikation, bei der alle Kommunikationskanäle über eine Oberfläche bedient werden, in die beispielsweise auch Customer Relationship Management (CRM) und Präsenzfunktion integriert sein können. So haben Benutzer mit einem Klick wichtige Daten, Nachrichten und Informationen im Blick - von unterwegs, am Arbeitsplatz oder auch im Homeoffice. Aus Sicht eines Mittelständlers ist der Einsatz von Unified Communications besonders in den Bereichen interessant, in denen eine reibungslose Kommunikation maßgeblich für den Unternehmenserfolg ist - im Call Center, Außendienst, Vertrieb und Support.
Claus Lercher, Marketingleiter der tetraguard systems GmbH, beantwortete in seinem Vortrag den Zuhörern die Frage "Datenmissbrauch im Unternehmen - Ein Kaveliersdelikt?". Das IT-Unternehmen beschäftigt sich insbesondere mit der IT-Sicherheit. Tetraguard entwickelt seine Technologien In-House mit einem eigenen Ansatz. Hierzu wird eine Verschlüsselungstechnologie basierend auf einem AES-Algorithmus eingesetzt. Wechseldatenträger wie CD's, DVD's, USB-Sticks und MP3-Player werden im Unternehmensnetzwerk beim Kopieren automatisch verschlüsselt und beim Lesen automatisch wieder entschlüsselt. "Das Besondere an Tetraguard ist, dass die volle Funktionalität der Schnittstellen erhalten bleibt und dennoch das Risiko des Datenverlustes aus Spionagegründen auf ein Minimum reduziert wird", stellte Lercher die Vorteile der Lösung heraus.
Last but not least gab Wilfried Karden vom Innenministerium des Landes NRW hervorragende praxisbezogene Tipps zum Schutz vor Wirtschaftsspionage und verwies auf die „Sicherheitspartnerschaft zur Bekämpfung von Wirtschaftsspionage und Wirtschaftskriminalität“ zwischen dem Verband für Sicherheit in der Wirtschaft NW, der Vereinigung der NRW-IHKs, dem Wirtschaftsministerium und dem Innenministerium des Landes. „Ziel ist der präventive Schutz vor Wirtschaftsspionage durch wirkungsvolle Konzepte“, so Karden. Die NRW-Spionageabwehr berate die Wirtschaft kostenfrei und sensibilisiere sie für Gefahren. In einem Online-Test unter
www.im.nrw.de/spionagetest könnten Unternehmen selber ihr Gefährdungspotenzial testen.
Das Event im Forschungszentrum Jülich war die Auftaktveranstaltung zu einer ganzen Seminarreihe, die die BVMU in 2010 mit zahlreichen Veranstaltungen fortsetzen wird. Dabei wird die Veranstaltung im Forschungszentrum Jülich aller Voraussicht nach aufgrund der bemerkenswerten Resonanz wiederholt. Weitere Infos zur Bundesvereinigung mittelständischer Unternehmer und zu den geplanten Veranstaltungen unter:
www. bvmu.omnyss.de