Zahlreiche Besucher kamen am Sonntag ins LVR-Freilichtmuseum Kommern, um Abschied zu nehmen von der „Schönen Neuen Welt“ und manche der Exponate, die neun Jahre lang nur durch Glasfenster zu sehen waren, einmal aus der Nähe zu betrachten
Ein bisschen Wehmut lag schon in der Luft, als das Tagebuch des Rheinländers Johannes Herbergs am Sonntag im LVR-Freilichtmuseum Kommern gewissermaßen ein letzes Mal aufgeschlagen wurde. Neun Jahre lang hatte das Museum das Leben des Auswanderers, der von seiner abenteuerlichen Reise nach Amerika zwischen den Jahren 1764 und 1766 ein schriftliches Zeugnis hinterließ, in Szene gesetzt und so die unglaublichen Strapazen, denen die Amerika-Auswanderer im 18. Jahrhundert ausgesetzt waren, nicht nur dokumentiert, sondern auch sinnlich erfahrbar gemacht.
Die Besucher vollzogen noch einmal den Reiseweg Herbergs und seines Vetters über die Niederlande und England, warteten mit ihnen auf die Atlantik-Überfahrt in einem Londoner Wirtshaus, erlebten die bedrückende Enge in einem der Auswandererschiffe und erreichten schließlich die neue Welt.Die Finissage, zu der auch zahlreiche Fans der Ausstellung gekommen waren, die diese schon mehrfach besucht hatten, lockte mit zahlreichen Sonderführungen.
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