Seit Anfang 2019 konnten im Bezirksamt Eilendorf fünf vormals langzeitarbeitslose Menschen eine neue Arbeitsperpektive geboten werden. Im November 2018 hatte der Bundestag ein neues Gesetz zur Schaffung von Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und dem sozialen Arbeitsmarkt verabschiedet.
Der Rat beauftragte die Verwaltung bis zu 50 zusätzliche Stellen im niedrigschwelligen Bereich für Menschen ohne oder mit geringer Chance auf reguläre Arbeitsverhältnisse einzurichten. Fünf dieser Stellen sind im Bezirksamt Eilendorf verortet. Das neue Gesetz wurde bewusst auf eine Zielgruppe ausgerichtet, die bisher kaum Zugang zum regulären Arbeitsmarkt hatte. Durch die intensive Betreuung, individuelle Förderung soll die Beschäftigungsfähigkeit verbessert werden und bestenfalls eine langfristige Arbeitsperspektive geboten werden, was in Eilendorf ermöglicht werden konnte.
Mit dem Aufbau des Bezirksservice Eilendorf hatten sich der Bezirksamtsleiter Martin Freude und sein Stellvertreter Ron-Roger Breuer zum Ziel gesetzt, die Sauberkeit und Präsenz im Stadtteil zu erhöhen und den Menschen eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Geteilt ist der Eilendorfer Bezirksservice in Ermittlungskräfte für wilden Müll, Gefahrenstellen, Fahrzeuge ohne Kennzeichen und weitere Aufgaben sowie ein Reinigungsteam, welches den gemeldeten wilden Müll schnell entfernt und einen Hausmeisterhelfer.
Die Sauberkeit im Stadtteil wurde durch den Einsatz der Mitarbeitenden deutlich erhöht. Zudem können die Eilendorferinnen und Eilendorfer die Dienstkräfte ansprechen und auf etwaige Missstände hinweisen.
Begleitet werden die neuen städtischen Mitarbeitenden von einem Jobcoach des Jobcenters, die den Start ins neue Arbeitsleben unterstützt. Diese Rolle nimmt Ulla Neven vom Aachener Jobcenter wahr, die in der Vorgehensweise in Eilendorf ein Musterbeispiel gelungener Integration sieht.
Auch in den Einstellungsverfahren gibt es enge Absprachen zwischen der Stadt Aachen und dem Aachener Jobcenter, die von Sylke Sommer, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, und Uschi Brammertz als zuständige Betriebsaquisateurin des Jobcenters koordiniert werden.
Abschließend zeigte sich auch in der Corona-Zeit die große Hilfsbereitschaft des Eilendorfer Bezirksservice. Für die Stadtverwaltung Aachen wurden von drei Kollegen in Eilendorf über 400 Spuckschutzwände gebaut, welche in diversen städtischen Dienststellen aufgestellt wurden und so einen durchgehenden Publikumsbetrieb unter Einhaltung des Infektionsschutzes erlaubten.
In anderen Stadtbezirken gibt es ebenfalls einen Bezirksservice. Auch dort kann nur Positives berichtet werden.